Kreuzung Gerbrunn-Hubland bald auf der Zielgeraden?

Gerbrunner Grüne begrüßen Pläne für neuen „K4“

Foto: Daniel Ritter

Trotz jahrelanger Planung und einem hohen Unfallrisiko scheint die Fertigstellung der Kreuzung
Kitzinger Straße, Bertha-von-Suttner- und Skyline-Hill-Straße – dem sogenannten „Knotenpunkt
4“ (K4) – nicht voranzukommen. Täglich queren an dieser gefährlichen Stelle zwischen Hubland
und Gerbrunn zahlreiche Fußgänger, Rad- und Scooterfahrer die vielbefahrene Kreisstraße,
unter ihnen auch Kinder.

Am 20. Oktober informierten sich die Gerbrunner Grünen daher beim Würzburger Tiefbauamt
zusammen mit dem Würzburger Grünen-Stadtrat Niklas Dehne über den aktuellen Stand. Auf
Antrag der Grünen-Stadtratsfraktion hatte die Stadt als zuständiger Auftraggeber bereits 2021
beschlossen, den Ausbau des K4 zu beschleunigen und vor dem Ausbau des Kreisverkehrs am
Ortseingang anzugehen. Dennoch verzögerte sich der Ausbau aufgrund komplexer
Abstimmungs- und Genehmigungsprozesse zwischen Gemeinde, Stadt und Landkreis sowie
notwendigen Nachbesserungen für den Fuß- und Radverkehr. Zuletzt war zusätzlich ein
Gutachten zum Abfluss von Starkregenwasser erforderlich.

Doch nun kommt anscheinend Bewegung in den Ausbau des Verkehrsknotens K4. Stadtbaurat
Benjamin Schneider und sein Team berichteten, dass die fast fertigen Planungsunterlagen wohl
noch in diesem Jahr eingereicht werden können. Wenn mit Genehmigung und Förderzusage
alles glattgehe, stehe einem Baubeginn im kommenden Jahr nichts entgegen.

„Das sind gute Nachrichten für Gerbrunn und das Hubland! Umso wichtiger ist es, jetzt auf
Gerbrunner Seite für eine optimale Anbindung für Radfahrer und Fußgänger zu sorgen“, so
Gemeinderat Ilyas Aldogan (Grüne). Positiv ist auch die Realisierung des im Vorfeld geforderten
breiten Fußgängerüberwegs und sicherer Fahrrad-Querungsoptionen.

Ein Wermutstropfen bleibt die deutliche Vergrößerung des Kreuzungsbereichs und die
Notwendigkeit, den eingewachsenen Lärmschutzwall zu versetzen. Dies sei laut Stadtbauamt
auf die vom Staatlichen Bauamt geforderte lange Rechtsabbiegespur zurückzuführen.

Eine schnelle Lösung konnte das Stadtbauamt für die Ampelanlage am Gerbrunner tegut-Markt
anbieten: Hier soll die Empfindlichkeit der Induktionsschleife in Richtung Hubland erhöht
werden, damit Radfahrer nicht vergeblich auf grünes Licht warten oder den Umweg über zwei Fußgängerampeln nehmen müssen.

Manfred Gessler, AG Mobilität, Grüne Gerbrunn

siehe auch Mainpost vom 26.11.2025